Was sind Förderkreise?

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Warum gibt es Förderkreise (FK)?

Die sieben deutschen Förderkreise setzen sich für weltweite Solidarität und soziale Gerechtigkeit ein. Sie leisten entwicklungspolitische Bildungsarbeit und bieten die Möglichkeit, sich ehrenamtlich zu engagieren.

Mobile Banking in Kamodscha

Mobile Banking in Kamodscha

AMK Mobile Banking

Pisey Leang Meag (rechts) ist mobile banking agent von AMK.

01.10.2015

Mobiles Angebot für Kundinnen und Kunden in entlegenen Gebieten spart Zeit, Weg und Fahrtkosten für kleine Bankgeschäfte.

Pisey Leang Meag ist mobile banking agent der kambodschanischen Mikrofinanzinstitution Angkor Mikroheranhvato Kampuchea, AMK. Ihre Ausrüstung ist ein Handy mit hauseigener Banksoftware. Mehr braucht sie nicht. Sechs Kundinnen oder Kunden kommen im Schnitt täglich zu ihr, um Bankgeschäfte zu tätigen. Einzahlen, Abheben, Überweisen. Eine ihrer Kundinnen führt ein Café in Takhmao City und will zusätzlich einen Wäschereidienst anbieten. Unter anderem dafür hat sie einen Kredit aufgenommen.

Dass sie Pisey Leang Meag in der Nähe hat, macht ihr Leben leichter. Bei ihr kann sie auch die Kreditraten zurückzahlen. Eine kleine Plastikkarte und eigene PIN-Codes machen’s möglich. So spart sie Zeit, Weg und Fahrtkosten. Die nächste AMK-Filiale ist fünf Kilometer entfernt. Rund 400.000 Kundinnen und Kunden, Bäuerinnen, Bauern und KleinunternehmerInnen, hat AMK landesweit, 87 Prozent Frauen, fast alle leben auf dem Land, und die MFI will noch mehr Menschen in ländlichen Gebieten erreichen.

Haushalten mit geringem Einkommen in ländlichen Regionen vor allem soll das innovative Mobile-Banking-Angebot dienen, das AMK entwickelt hat und inzwischen erfolgreich über ein Netz eigens dafür geschulter agents betreibt. Die AnsprechpartnerInnen für das Mobile Banking sind sorgfältig ausgewählt. Ihre Kioske, Läden o.ä. Anlaufstellen müssen kundenfreundlich gelegen und zuverlässig geöffnet sein. Pisey Leang Meag beispielsweise verkauft gemeinsam mit ihrem Mann Elektroräder und bietet Geldwechsel an, ebenso wie ihre Kollegin Lakhena Kry, die zudem u.a. Webseiten entwickelt und ein Reisebüro betreibt. Kollege Paeng Sok hat ein Fotostudio.

Länder des Südens innovativ

Statt sich auf den Weg zu einer der 125 Filialen in 24 Provinzen machen zu müssen, können die oft in entlegenen Gebieten lebenden Kundinnen und Kunden zu ihren mobile banking agents in der Nähe gehen. AMK, eine der führenden Mikrofinanzinstitutionen im Land, ist so in der Lage, besser auf die Nachfrage der Menschen nach Finanzdienstleistungen einzugehen. Die Organisation ist dafür bekannt, dass sie die soziale Wirkung ihrer Arbeit kontinuierlich vorantreibt, überprüft und nachvollziehbar macht. Das ist einer der Gründe, warum Oikocredit AMK seit 2007 mit Darlehen finanziert. AMK hat ein Modell entwickelt, das auf den Bedarf der Kundschaft und die Situation im Land zugeschnitten ist.

Die Vorzüge des digitalen Bankings für die Länder des Südens sind offensichtlich. An ihrer Entwicklung sind sie selbst wesentlich beteiligt. Mehr Menschen erhalten leichteren Zugang zu Finanzdienstleistungen, unabhängig von mangelhafter Infrastruktur. Ende 2014 hatten 41 Prozent der Menschen in den Ländern Afrikas ein Mobiltelefon, 467 Millionen Nutzerinnen und Nutzer, ist im jüngst veröffentlichten Microfinance Barometer 2015 nachzulesen, das von der Initiative Convergences herausgegeben wird. Mit Blick auf die Milleniumsziele wird darin vom digitalen Banking ein wichtiger Beitrag zur finanziellen Inklusion erwartet. Afrika und Asien gehen voran. Die weltweit erste Mikrofinanzinstitution, die ausschließlich bargeldlos arbeitet, wurde 2009 in Kenia gegründet.

Lesen Sie hier mehr über das besondere soziale Profil von AMK. Im Interview berichten zwei Forscher, die die Mikrofinanzorganisation genau unter die Lupe genommen haben, über den innovatien Ansatz der Organisation.

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Kontakt

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workT: +49 228 3040 6384

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